Einsatz der Erneuerbaren im Gebäudebereich anschieben
Das Ersetzen von fossilen Energieträgern spielt eine entscheidende Rolle für eine zukünftige,
nachhaltige Energieversorgung und den Klimaschutz.
Herzogenaurach ist weit entfernt von einer klimaneutralen Stadt. Insbesondere liegen große Flächen
brach, bspw. alle Mehrfamilienhäuser im Neubaugebiet Herzo Base2.
Nach dem Vorbild anderer Kommunen wollen wir als Freie Wähler eine Solarsatzung für
Herzogenaurach. Dadurch sollen Photovoltaik und Solarthermie, insbesondere im Neubaubereich,
integraler Bestandteil neuer Gebäude werden.
So genannte „Mieterstrommodelle“, also Modelle, die auch Mietern Teilhabe an wirtschaftlichen
Erträgen bringen sollen besonders unterstützt werden.
Solarkataster ertüchtigen
Das Solarkataster ist eine wesentliche Grundlage für die Bewertung geeigneter Flächen. Gleichwohl
ist das Herzogenauracher Solarkataster selbst als eine grobe Bewertungsgrundlage in vielen Fällen
ungeeignet.
Im Bereich der Bestandsbauten soll das Solarkataster so ertüchtigt werden, dass sehr gute und gute
Dächer eindeutig erkennbar sind. Die Eigentümer sollen in regelmäßigen Abständen auf ihren
„Schatz“ und die Fördermaßnahmen hingewiesen werden.
Zudem soll die Verwaltung geeignete Dachflächen für die Nutzung von Photovoltaik freigeben, bspw.
das Turnhallendach der Mittelschule.

Klimaschutz – weiter mit windelweich oder lieber messbar?
Im Anschluss an die Reaktorkatastrophe von Fukushima 2011 hat der Stadtrat beschlossen, die Stadt bis 2030 in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr klimaneutral zu stellen. Als man erkannte, dass auf diesem Weg sehr große Anstrengungen notwendig sind wurde im Nachgang und außerhalb des Stadtrats der Bezugsrahmen (mit oder ohne Industrie und Gewerbe) festgesetzt. Im Klimaschutzleitbild vom November 2018 heißt es u.a. „als strategisches Klimaschutzziel wird eine Reduzierung der CO2-Emissionen (inkl. Der CO2-Emissionen anderer Treibhausgasemissionen) bis 2030 auf 50% (auf Basis des Jahres 2009) angestrebt und bis 2050 um 90%. Der Bezugsrahmen bleibt jedoch im Dunklen, Werte wurden nicht veröffentlicht. Es gibt also bis heute keine klar messbaren Werten basierende Verfolgung der Ziele. Der eea-Prozess greift in diesem Zusammenhang nicht, da eine messbare Verfolgung in diesem Zertifizierungsprozess nicht enthalten ist.

Wir wollen uns dafür einsetzen, dass die Zielerreichung sauber erfasst und der Öffentlichkeit transparent in einem jährlichen Turnus kommuniziert werden.

Wir sind uns sicher dass leider erkennbar werden wird, dass die selbst gesetzten Ziele so nicht erreicht werden können und sehen messbare Zahlen als einzig sinnvolle Basis für die zukünftige Diskussion um wirkungsvolle Beiträge zu mehr kommunalem Klimaschutz.