Eigenverantwortung ist einer der zentralen Bausteine einer modernen, leistungsfähigen und gemeinschaftsorientierten Kommune. Gerade auf lokaler Ebene zeigt sich immer wieder: Wenn Bürgerinnen und Bürger, Vereine, Gewerbetreibende oder ehrenamtliche Gruppen Spielräume bekommen, entstehen Lösungen, die näher an der Lebenswirklichkeit liegen als komplexe oder zu enge Vorgaben „von oben“.
Zwei Beispiele zur Erläuterung:
    Unsere Gaubenverordnung, ja so etwas gibt es in Herzogenaurach. Es ist kaum einer auswärtigen Zimmerei oder einem nicht ansässigen Architekturbüro geläufig. Man muss sich an strenge Vorgaben halten, auch wenn dies der Ästhetik im Wege steht! Warum nicht einmal einen professionellen Entwurf freien Lauf lassen oder den Wunsch der Bauherren in einem konstruktiven Gespräch mit der Verwaltung erörtern. Wir vertrauen hier auf unsere kompetenten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Verwaltung. Freiheit erlauben und das Miteinander fördern!
    Verbot von Schottergärten-auch das ist bei uns geregelt! Doch wer kontrolliert diese Vorgabe, oder ist dies nur ein Papiertiger? Sollte man nicht eher mit gutem Beispiel vorangehen und öffentliche Schotterflächen öffentlichkeitswirksam begrünen? Eine Verordnung ist nur so gut, wie die Möglichkeit der Durchführung. Und kommt die Motivation von den Hausbesitzern selbst, sich von unansehnlichen und monotonen Flächen zu verabschieden, ist unser Ziel erreicht. Mehr Grün in die Stadt ist unser Ziel, doch hier müsst ihr mitmachen. Die Stadt hat kein Geld uns das zu bezahlen, wir müssen pflanzen und pflegen - natürlich nur wer das auch leisten kann.


In vielen Städten und Gemeinden hat sich in den vergangenen Jahren gezeigt, dass mehr Vertrauen in lokale Initiativen zu schnelleren und oft auch besseren Ergebnissen führt. Gleichzeitig wächst die Bereitschaft, sich zu engagieren – vorausgesetzt, Engagement wird nicht durch zu enge Regeln oder bürokratische Hürden ausgebremst